29. April 2016

Emotionale Zeitfresser - Teil 2

Vor drei Wochen habe ich über Emotionale Zeitfresser geschrieben.

Das ist auf sehr viel Resonanz gestoßen. Hierbei ging es um Gedanken und Gefühle, die unsere emotionalen Kräfte blockieren und unser Vorwärtskommen boykottieren können.

Neben den dort genannten Zeitfressern „Nicht Vergeben“ und „Andere verantwortlich machen“, gibt es noch zwei weitere, die ich Ihnen heute vorstellen möchte.

Negative Gedanken


Es gibt sehr pessimistische Menschen. An Allem finden sie etwas auszusetzen. Das Glas ist grundsätzlich halb leer, die Welt ist schlecht und es gibt keine guten Nachrichten. Ich hoffe, dass Sie nicht zu diesen Menschen gehören.

Dennoch: Oft geht es uns auch so. Wir schauen auf die belastenden Dinge. Auf das, was uns Kraft kostet. Oder auf das, was nicht gut ist. Manches lässt sich nun mal nicht positiv bewerten.

Der menschliche Geist kann verglichen werden mit einem Acker. Die Kraft, dass darauf etwas wächst, ist im Boden vorhanden. Es liegt nun am Bauern, was er anpflanzt oder sät.
Wenn er Getreide, Gemüse oder andere nützliche Pflanzen anbaut, wird der Acker dafür sorgen, dass diese wachsen und Frucht bringen. Wenn der Bauer aber statt dessen Giftpflanzen oder Unkraut säte, würden auch diese auf dem Acker wachsen und ihre Frucht bringen. Das tut ein Bauer natürlich nicht, weil er verantwortlich mit den Möglichkeiten umgeht und die richtigen Ergebnisse erreichen will.

So ist es auch mit unserem Geist. Wenn wir schlechte Gedanken säen, dann werden diese genauso wachsen, als wenn wir uns dem Kraftvollen und Positivem hingeben.

Positives Denken in diesem Sinn bedeutet aber nicht, alles einfach nur schön zu reden. Oder sich einzureden, es sei alles immer ganz toll. Es geht vielmehr darum, herauszufinden, was an den Dingen, die momentan vielleicht falsch laufen, doch Gutes daran ist.

Ein Beispiel:
Ihre Kinder sind noch klein und wachen nachts auf, weil sie schlecht geträumt haben. Sie müssen sie trösten. Sie sitzen am Bett, reden gut zu und warten bis ihre Kinder wieder friedlich eingeschlafen sind. Diese Stunden Schlaf fehlen Ihnen am nächsten Tag.

Sie haben zwei Möglichkeiten damit umzugehen. Entweder, Sie sagen sich und jedem, wie kurz Ihre Nacht war und wie müde Sie nun sind. Oder Sie haben eine positive Sicht, indem Sie sich sagen, „Ich bin eine tolle Mutter / ein toller Vater. Ich bin dankbar und gesegnet, dass ich helfen konnte, ich war da, wo ich sein sollte.“

Entwickeln Sie eine neue Einstellung zu Ihrem Leben und den Situationen, die geschehen. Alles, was geschieht, ist zunächst völlig neutral. Erst das Etikett, das wir auf die Dinge kleben. Indem wir in bestimmter Weise darüber denken, geben wir den Dingen eine Bedeutung.

Warum sollten wir zunächst nur immer das Schlechte in Allem finden. Das ist einer der schlimmsten emotionalen Zeitfresser, weil er uns die Energie raubt. Das engt unser Herz, unsere Seele, ein. Es nimmt uns den Platz, den wir benötigen, um uns mit unserem Leben und mit dem, was wir wünschen, zu verbinden.

Es ist doch viel kraftvoller, sich die guten Seiten anzusehen. Worüber wir nachdenken, das bekommen wir auch. Also macht es Sinn, seine Gedanken entsprechend auszurichten:

1) Sieh die Situation, wie sie ist – nicht schlechter. (Neutral)
2) Sieh die Situation besser. (Was ist das positive daran?)
3) Mach die Situation besser. (Welche Kraft steckt in dem positivem Aspekt, die mich zukünftig noch weiter kommen lässt?)

Über andere Leute reden


Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie oft Menschen über Andere reden? Und vor allem, wie gern sie das tun? Sie kennen doch die gut verkäuflichen Klatsch-Blätter. Was da so alles steht – manchmal ist es einfach nur pervers.

Und die größte Perversion sind diese Reality-Shows. Die, wo über andere gesprochen wird. Der ist zu fett, die ist zu dürr, der ist alt, die ist zu jung. Oder die, die Menschen so darstellen, dass sie nur lächerlich wirken. Über die dann im heimischen Wohnzimmer herzhaft gelacht werden kann oder über die man nur mit dem Kopf schüttelt.

Wer über andere redet, erhebt sich über sie. Er macht sich besser. Überheblich. Wer so handelt, zerstört die Beziehung, die Verbundenheit zum anderen Menschen. Wer über anderen schwebt, der kann nicht mit der Welt verbunden sein. Diese Zeit ist sinnlos verschwendet - vertane Zeit.

Haben Sie das einmal beobachtet? Kleine Leute reden über andere. Große Menschen reden über die Zukunft. Sie reden über Veränderung. Sie sprechen über ihre Verbundenheit, über das Jetzt. Das ist sinnvoll genutzte Zeit. Zeit, die allen zugute kommt. Ihnen selbst und den Menschen in Ihrer Umgebung.

Nutzen wir also unsere emotionale Zeit richtig. Als Zeit, in der wir uns verbunden fühlen mit Menschen und der Welt. Als Zeit, in der wir fröhlich sind. Als Zeit, in der wir in eine neue Zukunft sehen.



Mit den besten Wünschen für mehr emotionale Zeit
Ihr Mindset-Coach
Matthias Gröne

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen