10. Juni 2016

Don't worry, be happy

Kennen Sie Ihre Lebensbedingungen? Ich meine damit nicht Ihr derzeitiges soziales, ökonomisches oder politisches Umfeld. 

Vielmehr möchte ich heute mit Ihnen einmal über die Bedingungen nachdenken, die Sie an Ihr Leben stellen. Welche sind die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit Sie sagen können, jetzt ist es gut?

Sie haben keine? Wirklich?


Erst die Arbeit, dann das Vergnügen


Welche Sätze kommen Ihnen bekannt vor?

„Wenn wir erst mal im Urlaub sind, dann ...“ „Wenn ich in Rente bin, dann ...“ „Wenn ich die Beförderung erhalte, dann ...“ „Wenn ich genug Geld habe, dann ...“ „Wenn ich endlich den Wunschpartner finde, dann ...“

Sie können es ruhig zugeben, außer uns beiden liest gerade kein Anderer mit – wir sind ganz unter uns. 

Also, kennen Sie solche Gedanken wirklich nicht? Wir alle – ich auch – denken doch so. Erst, wenn das Eine oder Andere erfüllt ist, dann …

Ja, was dann? Dann gönnen wir es uns. Dann erst geben wir uns das Recht, glücklich zu sein.

Nehmen Sie sich doch einmal ein paar Minuten Zeit und denken darüber nach:

Was ist der Grund, also der wirkliche Grund dafür, dass Sie (mehr) Geld verdienen möchten? Oder Erfolg im Beruf haben möchten? Oder ein Haus oder eine schicke Wohnung suchen? Oder auf das tolle Auto sparen? Oder… (tragen Sie hier Ihre eigenen Wünsche ein)?

Ist es nicht so, dass wir alle diese Dinge deshalb erreichen wollen, weil wir die Vorstellung haben, dass wir sie benötigen, um uns glücklich zu fühlen?

Ich sage bewusst „eine Vorstellung haben“. Denn leider ist es so, dass wir alle diese schönen Dinge noch nicht haben. Sie sind zunächst nur Teil unserer Phantasie. Gedanken, die wir in die Zukunft richten. 

Sicherlich ist es nicht schlecht, sich Ziele zu stecken. Problematisch ist es nur, wenn wir es uns durch diese Gedanken jetzt versagen, hier und heute glücklich zu sein. Gedanken nach dem Muster „wenn … dann“ enthalten Bedingungen. Und sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf einen (scheinbaren) heutigen Mangel. Etwas fehlt, damit es uns gut gehen kann. Wir entscheiden, dass unser Glück erst in der Zukunft liegt.

Das Streben nach Glück.


Leider gibt es da ein kleines Hindernis. Wir leben nicht in der Zukunft. Wir leben heute. Und es ist leider auch nicht sicher, ob wir die Zukunft jemals erreichen werden. Manchmal ist es hilfreich, sein Leben einmal vom Ende her zu betrachten. Welcher Satz würde Ihnen besser auf Ihrem Grabstein gefallen: „Sein/Ihr leben war das Streben nach Glück.“ oder „Er/Sie lebte ein glückliches Leben.“

Die einzige Zeit, die wir haben, ist jetzt. Einige ältere Menschen erzählen ihre Geschichte: „Damals mussten wir hart arbeiten, damit wir über die Runden kamen. Irgendwann hatten wir es dann geschafft, dass es uns besser ging. Wir wollten dann im Ruhestand unser Leben genießen. Leider ist mein Mann früh an einem Herzinfarkt gestorben. Und meine Gesundheit lässt es nicht mehr zu, dass ich auf Reisen gehen kann...“

Leider sind diese und ähnliche Geschichten kein Einzelfall. Welchen Sinn macht es also, sein Glück erst in der Zukunft zu suchen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Bedingungslos.

Wie geht das?


Ganz einfach: dankbar sein, für das was ist. Für den Reichtum, mit dem wir tagtäglich gesegnet sind. Jeder Mensch hat etwas, wofür er dankbar sein kann. Jeder hat etwas, was gut ist in seinem Leben. Darauf sollten wir uns konzentrieren, weil es glücklich macht.

Und die täglichen Sorgen? Es kommt darauf an, sich richtig zu sorgen. 

Sorgen, im Sinne von „sich fürchten“ oder „beunruhigt“ sein, entstehen, wenn wir nur das sehen, was fehlt. Dafür können wir nicht dankbar sein. Und glücklich macht es schon gar nicht.

Sorgen, im Sinne von „sich kümmern“, bedeutet, dass wir uns um die Dinge bemühen, die wir schon haben. Für diese Dinge dürfen wir danken. Dankbarkeit bedeutet, dass wir unser Leben wertschätzen. Und das macht glücklich.

Und damit sind wir dann doch wieder bei Ihren Lebensbedingungen angelangt.

Schreiben Sie doch Ihr Glückstagebuch. Jeden Tag notieren Sie, wofür Sie dankbar sind. Das können Personen sein, die Ihnen begegnen. Situationen oder Gespräche, die Sie erlebt haben. Dinge, die Sie besitzen. Wenn Sie das einen Monat machen, werden Sie merken, wie sich Ihre Sicht auf Ihr Leben verändert. Sie werden glücklicher.

Mit den besten Wünschen für Ihre Lebensbedingungen
Ihr Mindset-Coach
Matthias Gröne

PS: Lesen Sie doch auch einmal, was die Bibel zum Thema Sorgen zu sagen hat: Matthäus 6, 25ff
PPS: Für mehr Glück und Dankbarkeit empfehle ich Ihnen den Impulstag.
Die drei Impulse
  • Ich bin (Ideal und Werte), 
  • Ich kann (meine Stärken) und  
  • Ich mache (Ziele setzen und loslegen) 
bilden die Grundlage für einen glücklichen Lebensstil. Machen Sie sich auf den Weg zu Ihren persönlichen Glücksquellen!

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